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Ohne Keller-Schnick-Schnack: Bio-Weine von Dr. Benz

31.03.2014 - LANDWEGE-Neuigkeiten

Lebendiger Geschmack – das ist es, was die Weine vom badischen Bio-Weingut Dr. Benz ins Glas bringen. Bei der Weinprobe in unserem Markt in der Ziegelstraße am 27. März stießen die tollen Tropfen und ihre Herkunft auf lebendiges Interesse!

Als um 20 Uhr die Gäste erschienen, standen neun Bio-Weine zur Verkostung bereit. Zusammen mit duftigem Weissbrot und stillem Wasser machte allein ihr Anblick Appetit! Zusätzlich präsentierte Bio-Winzer Eribert Benz für die Gäste am Donnerstag viele Infos rund um die hochwertigen Weine aus der wärmsten Gegend Deutschlands – dem Breisgau.

Der Breisgau ist eine großartige Kinderstube für Rebstöcke: Deutschlands Toskana liegt rund 20 Kilometer von Freiburg entfernt. Die trockene Wärme des Rheintals bildet den klimatischen Boden für die Trauben des badischen Weinguts. Sorgfältige Pflege und die Beachtung des natürlichen Rhythmus’ im Weinberg sorgen für die einzigartige Qualität und den außergewöhnlich vielschichtigen Geschmack dieser Weine. Ein Beweis: Der Weissburgunder mit dem sonnigen Namen „Sommerhalde“ – er schmeckt nach Mangos und Nüssen, ist füllig und cremig und hatte – zusammen mit seinen Kellergenossen – lange Zeit, lebendige Nuancen zu entwickeln. Denn Bio-Weine werden ohne Keller-Schnick-Schnack, wie z.B. Zuchthefen auf Zack gebracht.

 

Auf dem rund 14 ha großen Bio-Weingut Dr. Benz liegt die Herstellung der Weine vollständig in einer Hand. Anders als in Kellereien, die im großen Stil Weine verschiedenster Herkunft einkaufen, die erst weite Transitstrecken zurücklegen müssen, bevor sie in Massen auf Flaschen gezogen werden. Anders auch als in Winzer-Genossenschaften, bei denen die Qualität der produzierten Weine eine große Bandbreite besitzt. Was das heißt, wenn jeder Tropfen handwerklich vor Ort verarbeitet wird, erschmecken die Gäste an diesem Abend. Vom Debut des Blanc Secco bis zum Résumé des Cabernet Sauvignon-Merlot-Regent Cuvée – jedem Wein schmeckt man seine ausgezeichnete Herkunft tatsächlich an. 

Woran genau aber liegt es, dass man bei Bio-Weinen tatsächlich ihren „Grund“ mitschmecken kann? Die Antwort ist ganz bodenständig: Werden Rebstöcke mit künstlichen Stickstoff gedüngt, nehmen sie von der Bodenqualität weniger auf. Verwendet man natürlichen Stickstoff wie ihn Leguminosen bilden, werden Gräser und andere Unkräuter im Weinberg untergemulcht, wird so die Humusbildung gefördert und die Rebstöcke bedienen sich im natürlichen Boden. Auch gewässert wird bei Bio-Winzern nur im Notfall. Auch diese Sparsamkeit sorgt dafür, dass die Rebstöcke nicht faul werden: Zum Trinken müssen sie tiefer wurzeln und greifen dazu tief ins Erdreich. „Terroir“ – der Begriff kommt vor dem Hintergrund echten Bio-Anbaus nicht als „elitäres Weingedöns“ daher, sondern findet seinen guten Grund in einem intelligenten Weinbau-Management.

Was machen Bio-Winzer eigentlich gegen lästige Schädlinge wie Mehltau, Schnecken & Co.? Der Griff zu Pestiziden, Herbiziden und Fungiziden ist im ökologischen Anbau natürlich verboten. Das Weingut Dr. Benz hat allein schon deshalb weniger Stress mit Rebfeinden, weil dort alte, fast vergessene Rebsorten wieder im Anbau sind – und viele davon besitzen eine natürliche Krankheitsresistenz. Auch unter den neuen Weinsorten finden sich widerstandsfähige Arten, die das klassische Weinangebot um neue Aromen ergänzen. Auf dem Boden eines nachhaltigen Umgangs mit Boden und Pflanzen und Maßnahmen zur Steigerung der Bodenvitalität kommt es überdies zu einem natürlichen Gleichgewicht von "Nützlingen" und "Schädlingen". Und gibt es doch mal einen Schnecken-Ansturm? „Dann ist das eben mal ein Jahr, in dem wir der Natur etwas abgeben müssen“, so Dr. Benz gelassen.


Wer einmal den „Granat“ probiert hat – einen roten Cuvée mit saftigen Fruchtaromen und würzigem Hintergrund – der wird sich allerdings schwer tun, davon auch nur EINEN Tropfen abzugeben...

Mehr Infos und großartige Wein-Testpakete unter www.weingut-dr-benz.de

 

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