Regional! von LANDWEGE Höfen: ein gutes Zeichen für eine kleine Region

Neuigkeiten

abrisskante

Bio fängt bei Saat gut an – wir sind Mitglied bei Kultursaat e.V.!

01.08.2014 - LANDWEGE-Neuigkeiten

Ökosaat – gut für alle!

Am globalen Markt nimmt die Anzahl samenfester Pflanzensorten, aus denen man vitale Nachkommen ziehen kann, immer weiter ab. Stattdessen kommen zunehmend Hybrid-Sorten in den Handel. Sie sind nicht vermehrungsfähig und oft Patentgut der großen Global Player: Rund die Hälfte des kommerziellen Saatgutes kontrollieren Monsanto, DuPont und Syngenta. Umso wichtiger, dass Kultursaat e.V. Lösungen findet, damit Ökobauern und -bäuerinnen sowie VerbraucherInnen in Zukunft weder von konventionellem Saatgut noch von konventionellen Sorten abhängig sein werden.

Samenfeste Sorten – weder Nostalgie noch „Nice-to-have“.

Für Kultursaat Geschäftsführer Michael Fleck sind samenfeste, ökologische Sorten ein echtes Kulturgut – und ein Weg, die Ernährungssouveränität zu erhalten und das Wissen über Samen und Züchtung nicht an sogenannte Experten auszulagern. Bereits vor 20 Jahren haben Demeter-Gärtner daher die Saat für Gegenentwürfe zur konventionellen Agro-Kultur gelegt. Mit Erfolg: Der Verein im Einsatz für konsequenten Ökolandbau hat bisher 50 samenfeste Neuzüchtungen auf bio-dynamischer Grundlage geschaffen. Er organisiert und finanziert biologisch-dynamische Gemüsezüchtung im deutschsprachigen Raum und versteht sich daher auch als „Sinnbild nachhaltigen Wirtschaftens“ –  so Fleck. Wir von LANDWEGE freuen uns, dass wir diese Philosophie mit unserer Mitgliedschaft jetzt aktiv unterstützen. 

Hybridzüchtungen – Massenweise Mogelpackung!

Dem Verbraucher wächst Saatgut überall entgegen: Online, im Supermarkt, im Gartenkatalog etc. Häufig sind es Hybridzüchtungen, die in der Tüte und im Boden landen. Ob Blühpflanzen oder Gemüse: Hybride bringen – im Gegensatz zu samenfesten Sorten – keine Nachkommen mit stabilen Eigenschaften hervor. Die erste Generation ist hoch ertragreich; aber bereits die nächste enttäuscht mit wenig stabilen Eigenschaften und durch müde Erträge. Nachhaltigkeit und Vitalität im heimischen Beet sehen anders aus...

Der Züchter ist immer – der Gärtner!

Sie heißen „Fine“, „Milan“ oder „Rodelika“ – und als alte Möhrensorten werden sie bodenständig „on farm“ gezogen. Was das heißt? Eingebettet in die Praxis des ökologischen Landbaus, werden diese Gewächse sorgfältig von denen entwickelt, die sich von Grund auf damit auskennen: von Gärtnern. Jenseits einseitiger Profitinteressen werden die Pflanzen so gezogen, dass sie sich anpassungsfähig zeigen, geringen Nährstoffbedarf sowie hohe Stresstoleranz zeigen und gegen Trockenheit und typische Krankheiten gut gewappnet sind. So muss eine samenfeste Salat-Sorte auf dem Weg zur Marktreife heftige Hürden nehmen: sich richtig gegen falschen Mehltau wehren, zum Beispiel. Bis sie sich dann auch noch in verschiedenen Anbau-Regionen bewährt hat, können leicht 2 bis 6 Züchtungsjahre vergehen. Dann aber landet die Saat legal im Regal. Die erstklassigen Eigenschaften dieses Saatguts zeugen auch von der guten Zusammenarbeit beteiligter Gärtner, die sich untereinander austauschen und als Gemeinschaft im Sinne stetiger Verbesserung handeln. Für die Saat ein denkbar gutes kulturelles Umfeld!

Weitere Infos über ökologische Pflanzenzüchtung finden Sie hier:

www.kultursaat.org

https://www.youtube.com/watch?v=a-URwZ4kMWo

trennlinie