Dürfen wir vorstellen? Unser Boden!

Bio macht den Boden froh!

Unser Boden – das ist ein Thema, über das viele wenig wissen. Daher haben wir auf dieser Seite ein paar “Tiefen-Informationen“ für Sie zusammengestellt, die Aspekte des Themas „Boden“ beleuchten sollen: Von seiner Funktion als Lebensraum und Ernährungs-Quelle über seine Wasser- wie CO2 Speicher-Kraft bis hin zu seiner Bedrohung durch weltweite Boden-Spekulation („Land-Grabbing“), Versiegelung und Erosion. Werfen Sie einen Blick in die Facetten dieses riesigen Universums unter uns!

Teil 1:

Wie macht Bio unseren Boden froh?

Wir von LANDWEGE pflegen zum Thema „Boden“ ein besonders inniges Verhältnis: Denn das Riesenreich zu unseren Füßen ist zugleich der langjährigste unter unseren Lieferanten und die Grundlage aller gesunden Lebensmittel für unsere regionalen Bio-Märkte. Nicht nur unsere rund 35 Mitgliedshöfe hegen und pflegen ihre Böden mit Liebe – auch die Basis für alle anderen Produkte in unseren Regalen ist ein lebendiger Boden.

Was genau ist ein gesunder Boden?

Ein Boden gilt als gesund, wenn die einzelnen Bodenbestandteile auch untereinander mit sich im Reinen sind: Mineralien, Hohlräume und organische Partikel von Mikroorganismen und Wurzelresten fügen sich dann nämlich zu vitalen Krümeln zusammen. Tatsächlich hat der ökologische Landbau den Boden bis auf den kleinsten Krümel im Blick!

Was machen Bio-Bauern anders?

Der Aufbau und der Erhalt eines vitalen Bodens ist das grundlegende Anliegen aller Bio- LandwirtInnen. Daher zeigen sie vertieftes Verständnis, wenn es um seine Bedürfnisse geht: Böden lieben u. a. Mist aus der hofeigenen Tierhaltung – Agro-Chemie ist nichts für sie. Und sie legen Wert auf einen gesunden Kreislauf. Dafür revanchieren sie sich mit einem intakten Mikro-Klima und reichem Pflanzenwachstum. Das wiederum ist die Basis für gesunde Tiere wie für die menschliche Gesundheit. Man sieht: Ohne den Boden läuft nichts.

Das tut der Bio-Landbau für seinen Boden:

  • Oganische Dünger versorgen das Bodenleben mit Energie
  • Vielseitige Fruchtfolgen mit stabilen Sorten, Leguminosen und Untersaaten sorgen für Leben
  • Der Humusgehalt steigt u.a. durch diese ausgewogenen Fruchtfolgen
  • Zusätzlich befördern Gesteinsmehle wie Basalt die Krümelbildung
  • Das wiederum beugt Austrocknung und Erosion vor
  • Artgerechte Tierhaltung mit Weidegang sorgt für eine organische Düngung

Das tut der Bio-Landbau seinem Boden nicht an:

  • Nitrat-, Ammonium- und Harnstoffdünger sowie leicht lösliche Phosphordünger sind im ökologischen Landbau verboten
  • Massentierhaltung
  • Chemisch-synthetische Pestizide
  • Belastung durch antibiotikaresistente Keime
  • Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen
  • Monokulturen, die den Boden einseitig belasten

Gesunder Boden – in unserer Hand

In einer Handvoll gesundem Boden – so sagt man – befinden sich mehr Organismen als Menschen auf der Erde leben. Bleibt diese „Erdbevölkerung“ gesund, bildet sie die ideale Grundlage für eine gute Ernährung der Menschheit. Der biologische Landbau bereitet dafür gerne den Boden!

Mehr Tiefen-Informationen unter:
www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft
www.rettetunsereboeden.de
www.bund-naturschutz.de

 

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